Folienstanzteile – Herstellung und verwendete Materialien

Das Stanzteile in vielen Industriebereichen Vorteile haben (siehe Beitrag „Vielfalt der Stanzteile“), ist seit langem bekannt und wird reichlich genutzt. Doch wie werden eigentlich Stanzteile aus Folien, Geweben oder Papier hergestellt? Die folgenden Einblicke in die Fertigung bei der CMC Klebetechnik erläutern ein wenig, wie Formstanzteile entstehen.

Am Anfang steht eine Idee. Irgendein technisches Produkt (z.B. Absperrventil, Servomotor, Schleifpad für Brillengläser, Blutzucker-Messstreifen) soll produziert werden. Irgendwann bei der Konstruktion oder Entwicklung dieses technischen Produkts lässt sich ein Arbeitsschritt nur oder am besten mit einem Stanzteil lösen (z.B. Dichtring in Absperrventil, Isolationsfolie im Wickelkopf des Servomotors, Laminat aus Deckfolien und Funktionsträger bei dem Blutzucker-Streifen).

Zusammen mit der technischen Zeichnung entsteht das Anforderungsprofil für das Stanzteil. Welchen Belastungen muss das Material standhalten, wie genau muss die Kontur eingehalten werden, auf welche Weise soll das Formteil später in der Produktion zur Verfügung stehen?

Zusammen mit den Fachleuten der CMC Klebetechnik entsteht so eine Kombination aus konstruktiven Vorgaben für das Etikett, Stanzteil oder Formteil und anderen Anforderungen. Es entsteht eine kundenindividuelle Lösung, bei der die Fertigungserfahrung und vor allem die Vielzahl an möglichen Materialien einfließen.

CMC Klebetechnik verwendet als Basis für Stanzteilen aus Folien und Geweben zum Beispiel:

  • Kapton® HN Polyimid Folien
  • Nomex® 410 Aramid-Papiere
  • Mylar® A Polyesterfolien
  • Hostaphan® RN Polyesterfolien
  • EPDM-Schäume
  • Krepp-Papier Klebebänder
  • PTFE Folien
  • Polycarbonat Folien
  • Selbstklebende Glasgewebe
  • Teonex® Folien
  • PPS, PEI, PES oder PEEK Hochleitungsfolien
  • FEP Folien
  • Acetatseide-Gewebe
  • Laminate aus unterschiedlichen Produkten
  • ….und vieles mehr

 

Klebstoffe und Beschichtungen

Natürlich können die meisten Ausgangsmaterialien für Stanzteile auch selbstklebend ausgerüstet werden. Dazu verwendet die CMC Klebetechnik Klebstoffe industriellen Standards. Sie können je nach Anwendung modifiziert werden, um bestimmte Eigenschaften zu erreichen. Bei Lackierschutz-Etiketten zum Beispiel soll das Formstanzteil nach der Lackierung und Trocknung der Farbe rückstandsfrei wieder abziehbar sein, um z.B. ein Typschild wieder sichtbar zu machen.

Klebstoffe, die von CMC Klebetechnik verwendet werden:

  • synthetische Kautschukkleber (u.a. gute Soforthaftung, z.T. wiederablösbar, alterungsbeständig)
  • Acrylatklebstoffe (u.a. gute bis sehr gute Klebkräfte, sehr alterungsbeständig und UV-stabil)
  • Polysiloxanklebstoffe (u.a. höchste Temperaturbeständigkeit, extreme Alterungsbeständigkeit, Einsatz im Innen- und Aussenbereich)
  • Heißsiegelklebstoffe (schmelzen bei Temperaturzugabe auf und haben dann gute Haftkräfte, Beschichtung auf nahezu allen Werkstoffen möglich)
  • Laminatkleber, Schmelzkleber
  • Mischkleber und andere kundenspezifische Klebstoffe

 

Fertigungstechniken zur Herstellung von Formstanzteilen

Die Herstellung von Stanzteile aus Folien, Schäumen und Geweben basiert bei CMC Klebetechnik auf vier grundsätzlichen Fertigungstechniken:

  • Hubstanzen mit Bandstahlschnittwerkzeugen
  • Rotatives Stanzen mit Vollschnitt-Zylindern oder Stanzblechen
  • Formatieren und Ablängen
  • Schneidplotter für Mengen ab „einem Stück“ Formteil