EMV-Schutz mit Klebebändern

Schirmungen helfen Störungen zu vermeiden

Seit Jahren ungebrochen ist der Trend in der Elektrotechnik, immer kleinere, leistungsfähigere und intelligentere Geräte zu entwickeln. Was ein heutiges Smartphone an Leistung mit sich bringt, war bis vor zehn Jahren noch Desktop-Rechnern vorbehalten. Und moderne Motoransteuerungen erlauben Sanftanläufe, die früher nicht vorstellbar gewesen wären.

Doch die Miniaturisierung bringt auch Probleme mit sich. Einerseits muss die entstehende Verlustwärme auf immer kleinerem Raum effizient abgeführt werden. Andererseits nähern sich Signalleitungen und leistungsführende Leitungen immer mehr einander an.

Diese geringe Distanz zueinander erhöht natürlich die Gefahr der Induktion von Strömen beziehungsweise die Ausbreitung elektromagnetischer Störfelder. Besonders bei Sensor- und Steuerleitungen können durch solche Störungen Fehlinformationen übermittelt werden. Im schlimmsten Fall können energiereiche, induzierte Impulse die Eingangs- oder Ausgangsbauteile solcher Signalleitungen schädigen. Das passiert vor allem dann, wenn große Lasten geschaltet werden oder der Erdung nicht richtig ausgeführt ist.

Zusätzlich kann durch die nicht drahtgebundene Ausbreitung energiereicher E-Felder eine Störung anderer Geräte stattfinden (EMV).

Verschiedene Maßnahmen gegen diese unerwünschten Nebeneffekte sind bereits lange Stand der Technik. Eine in vielen Fällen sehr effiziente davon ist die sogenannte Schirmung.

Im Prinzip geht es immer darum, eine Art „Faraday´schen Käfig“ zu bilden, der entweder die Ausbreitung oder die Einstrahlung von elektromagnetischen Wellen verhindert. Materialien wie Eisen und MU-Metalle (vor allem H-Felder) sowie Aluminium und Kupfer (E-Felder) sind dank ihrer charakteristischen Eigenschaften im Einsatz.

Im Klebebandprogramm der CMC Klebetechnik finden sich daher verschiedene Kupfer- und Aluminiumklebebänder (CMC 91100, CMC 91743, CMC 90767) sowie elektrisch leitfähige Gewebe- und Vliese (CMC 80782, CMC 80829). Mit diesen vergleichsweise dünnen und teilweise sehr leichten und flexiblen Klebebändern können bereits sehr gute Schirmeffekte erzielt werden (>80dB bei 1MHz).

Ein Kunststoffgehäuse (z.B. wegen des Designs) kann von innen an den wichtigsten Stellen (EMV-Messung) mit Folienstanzteilen aus Al oder Cu abgeschirmt werden. Und ganze Räume (z.B. Messräume und Operationssäle in Krankenhäusern) werden mit den Vlies- oder Gewebeklebebändern ausgerüstet, die neben ihrer sehr guten Schirmwirkung über 80dB (10 - 2000 MHz) vor allem durch ihre Luftdurchlässigkeit und das geringen Gewicht auffallen.

Sofern notwendig, können Formstanzteile aus Kupfer- und Aluminiumfolie auch ein- und beidseitig isoliert werden. Damit vermeidet man Kurzschlüsse zwischen Erde (Ground) und z.B. einer Platinenunterseite. Ein überstehender Isolationsrand hält dabei vorgeschriebene Luft- und Kriechstrecken ein.

Die meisten EMV-Abschirmmaterialien der CMC Klebetechnik sind mit einem gut leitfähiger Kleber (silberbeschichtete Glasperlen) ausgerüstet. Dadurch muss die Kontaktierung der Schirmbestandteile nicht zwingend über Löten, Klemmen oder Grimpen erfolgen, sondern kann durch simples Verkleben erfolgen. Das erleichtert die Montage erheblich und ersetzt in vielen Fällen wesentlich aufwändigere Maßnahmen.

Der Schutz der Umwelt oder empfindlicher Geräte vor elektromagentischen Wellen aus der Umgebung ist also gar nicht so schwer zu realisieren. Schirmklebebänder von CMC erleichtern die Augabe erheblich und ermöglichen die Reduktion von Störungen durch elektronische Geräte und Komponenten.

Auf Anfrage können auch Folien/-klebebänder zur Schirmung von Magnetfeldern geliefert werden!

Isolierter Kupfer-EMV-Schirm Isolierter Kupfer-EMV-Schirm